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        <dc:title>Sammlung Peter Lilienthal innnerhalb der Bibliothek des Moses Mendelssohn Zentrums</dc:title>
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        <dc:creator>Laura Brüggemann</dc:creator>
        <dc:publisher>Moses Mendelssohn Center for European-Jewish Studies</dc:publisher>
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        <dc:type>Online Ressource</dc:type>
        <dc:description>Der im November 1927 in Berlin geborene Filmemacher Peter Lilienthal
starb 2023 in München. Aufgewachsen in Uruguay, wohin er 1939
zusammen mit seiner Mutter und Großmutter emigrieren konnte, kehrte
er Mitte der 1950er Jahre nach Westdeutschland zurück. Als
Filmemacher zählte Lilienthal, obwohl er diese Zuschreibung ablehnte,
zu den wichtigsten Regisseuren des Neuen Deutschen Films. Dessen
Vertreter:innen wandten sich gegen das westdeutsche Nachkriegskino und
rückten gesellschaftskritische Themen in den Mittelpunkt. Lilienthals
Werk zeichnete sich darüber hinaus durch zahlreiche internationale
Koproduktionen aus, insbesondere mit lateinamerikanischen Ländern.

Lilienthals Nachlass kam nach seinem Tod in das Archiv der Akademie
der Künste in Berlin, mit der er als Gründungsdirektor der 1984
gegründeten Sektion Film und Medienkunst eng verbunden war. Die
Akademie nahm jedoch nicht seine Bibliothek auf. Stattdessen fand die
Nachlassbibliothek 2024 einen Platz im Moses Mendelssohn Zentrum für
Europäisch-Jüdische Studien, das einen Sammlungsschwerpunkt im
Bereich Gelehrtenbibliotheken hat und diese in Potsdam bewahrt und
erschließt. Lilienthals breit gefächerte Interessen und
Arbeitsprozesse haben Spuren in der Bibliothek hinterlassen. Einen
bedeutenden Teil bildet der überlieferte Buchbestand zu
Lateinamerika, in dem sich seine deutsch-jüdisch-uruguayische
Biografie ebenso widerspiegelt wie seine langjährige filmische
Auseinandersetzung mit der Region. Sein Lebensweg und sein Nachlass
machen damit kulturelle Verflechtungen und transnationale Erfahrungen
der deutschsprachigen jüdischen Diaspora zwischen Europa und
Lateinamerika sichtbar.</dc:description>
        <dc:date>2026-09-23</dc:date>
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