Francisco Gotthilf (1923–2012)

Marlen Eckl

Geboren am 25. Juli 1923 in Breslau, Deutschland (heute Wrocław, Polen)
Gestorben am 27. Mai 2012 in São Paulo, Brasilien
Tätigkeit: Radio- und Fernsehmoderator, -redakteur und -produzent
Migration: Brasilien, 1938

„Zwei Dinge waren mir stets ein Anliegen: die Integration der jüdischen Immigranten in das brasilianische Leben und die korrekte Informierung des brasilianischen Volkes hinsichtlich des Judentums und selbstverständlich des Staates Israel.“ Senhor Mosaico. Meio século de história na TV. (Film). Regie: Alberto Baumstein und Renato Sacerdote. São Paulo: Narrativa Um/Videcom 2008: www.youtube.com/watch?v=T0qvXf49YLw Mit diesen Worten erläuterte Francisco Gotthilf die Leitgedanken, die seine Tätigkeit als Produzent, Redakteur und Moderator der Radio- und Fernsehsendung Mosaico prägten. Die Erinnerungen an die nationalsozialistische Diskriminierung und Verfolgung sowie die Flucht aus Breslau blieben ihm zeitlebens im Gedächtnis. Daher sah er es als seine Aufgabe an, Wissen über die Geschichte und Religion des jüdischen Volkes zu vermitteln und zur Verankerung der jüdischen Gemeinschaft in der brasilianischen Gesellschaft beizutragen. Auf diese Weise wurde Gotthilf zu einem wichtigen Brückenbauer zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen.

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Abb. 1: Francisco Gotthilf vor seinem Mikrofon in São Paulo, Mosaico, undatiert; Roney Cytrynowicz/Monica Musatti Cytrynowicz, Senhor Mosaico. Francisco Gotthilf e o programa Mosaico na TV, São Paulo 2008.

Von Breslau nach São Paulo


Francisco Gotthilf, ursprünglich Franz Hermann, war der einzige Sohn von Siegfried (1891–1952) und Regina Gotthilf, geborene Imbach (1899–1965). Sein Vater arbeitete als Teilhaber im Speditionsunternehmen seines Schwiegervaters Adolf Imbach & Co. Bis 1933 führte die Familie ein ruhiges Leben in Breslau. Sie wohnte im selben Haus wie der Universitätsdirektor, unternahm Reisen durch Europa und pflegte gute Beziehungen zu Nicht-Jüdinnen und -Juden. Doch die Situation der Familie Gotthilf wurde zunehmend schwieriger. Francisco wurde des Gymnasiums verwiesen und musste eine jüdische Schule besuchen. Er war Mitglied der jüdisch-sozialistischen Jugendbewegung Werkleute.

Schon seit 1936 trug sich der Vater Siegfried Gotthilf mit dem Gedanken der Emigration. Sein Bruder Martin Gotthilf (?–?) war bereits 1933 nach Rio de Janeiro emigriert. Die Familie seiner Frau konnte sich jedoch nicht dazu entschließen. Nach den Novemberpogromen 1938 fiel schließlich die Entscheidung, Deutschland zu verlassen. Aus Angst, angezeigt zu werden, brach man von einem auf den anderen Tag auf. Dass sich Francisco Gotthilf von keinem Freund verabschieden konnte, hinterließ eine schmerzliche Erinnerung.

Von Berlin aus flog die Familie nach Paris, wo sie mittels gefälschter Dokumente trotz der restriktiven, antisemitischen Immigrationspolitik des diktatorischen Regimes von Getúlio Vargas (1882–1954) auf dem brasilianischen Generalkonsulat die nötigen Visa bekam. Über Marseille erreichte sie im November 1938 Rio de Janeiro. Einige Wochen später, nachdem sie die Daueraufenthaltsgenehmigung bekommen hatte, zog sie nach São Paulo.

Im Dienst der jüdischen Gemeinschaft


Bald nach ihrer Ankunft in São Paulo schlossen sich Gotthilfs der Congregação Israelita Paulista (CIP) an. In der CIP fanden sie nicht nur ein religiöses Zuhause, sondern auch eine soziale Gemeinschaft. Indem sie Verantwortung übernahmen, wurden sie selbst zu einem prägenden Teil der Gemeinde. Siegfried Gotthilf war zwischen 1945 und 1947 Leiter der Kulturkommission und gehörte danach dem Gemeinderat an. Francisco Gotthilf, der bei seiner Ankunft in Brasilien 15 Jahre alt gewesen war, engagierte sich in der von dem Pädagogenehepaar Wilhelm (1904–?) und Anita Speyer (1904–?) geleiteten Casa da Juventude, dem Jugendhaus der CIP, und in der Pfadfindergruppe der Gemeinde Avanhandava. In den 1940er Jahren war er ihr oberster Leiter und in den 1950er Jahren wie sein Vater Mitglied des Gemeinderats.

In der Casa da Juventude und der Avanhandava wurden die deutsch-jüdischen Traditionen vermittelt und gelebt. Ferner bot man praktische Lebenshilfe und Orientierung für den Aufbau der eigenen Zukunft in Brasilien an. Die Jugendgruppen leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Identitätsstiftung einerseits und zur Integration in die brasilianische Gesellschaft andererseits. In ihnen wurden Freundschaften und Kontakte geschlossen, die oftmals ein Leben lang hielten. Ebenso wie Francisco Gotthilf waren viele Jugendliche, die zum Kreis der ersten Generation der Casa da Juventude und der Avanhandava gehörten, später weiterhin in der Gemeinde aktiv und bewahrten auf diese Weise das religiöse und kulturelle Erbe ihrer Eltern. Ähnlich wie Francisco Gotthilf im Journalismus setzten einige von ihnen in ihrem jeweiligen Betätigungsfeld neue, nachhaltige Impulse und wurden international bekannt, wie zum Beispiel die Malerinnen Alice Brill (1920–2013) und Eleonore Koch (1926–2018) sowie der Fotograf Hans Günter Flieg (1923–2024).

Abb. 2: Francisco Gotthilf mit seinen Eltern, Regina und Siegfried Gotthilf, in Brasilien, 1940er Jahre. Foto von Hans Günter Flieg.

Francisco Gotthilfs Engagement ging über die CIP hinaus. Er sollte mehrere Jahrzehnte in verschiedenen zionistischen und jüdischen Vereinigungen und Institutionen als Mitglied und in leitender Funktion tätig sein, darunter im B’nai B’rith São Paulo, in der Federação Israelita do Estado de São Paulo, der Confederação Israelita do Brasil und der World Confederation of United Zionists. Diese Verpflichtung gegenüber der jüdischen Gemeinschaft leitete ihn und seinen Vater auch in ihrer beruflichen Tätigkeit.

Hora Israelita – die jüdische Stunde im Radio


Nach seiner Einwanderung eröffnete Siegfried Gotthilf eine Gemischtwarenhandlung und bald darauf eine Reinigung. Francisco Gotthilf fand eine Anstellung als Bürobote in einer Radiowerkstatt, in der er von einem deutschstämmigen Mitarbeiter in Radiotechnik angeleitet wurde. Diese Kenntnis ermöglichte es ihm, 1940 mit nur 17 Jahren eine eigene Radiowerkstatt namens Laboratório de Radio Francisco zu eröffnen. Neben Reparaturdiensten bot Francisco Gotthilf auch Radios, Plattenspieler und Schallplatten zum Verkauf an. Daraus entwickelte sich Anfang der 1950er Jahre das Geschäft für Haushalts- und Elektrogeräte Rádio União, das bald darauf vom Vater und Sohn gemeinsam geführt wurde. In jenen Jahren waren moderne Haushalts- und Elektrogeräte, die aus den USA, Deutschland und anderen Ländern importiert wurden, beliebte Konsumgüter, da sie alte Techniken ablösten und Fortschritt symbolisierten. Das Geschäft der Gotthilfs war eines der ersten in der Stadt, das Fernsehgeräte im Sortiment hatte. Es existierte bis 1964.

Neben dem Handel hatte sich Siegfried Gotthilf seit 1940 dem Verkauf von Anzeigen für eine tägliche Radiosendung gewidmet, die sich an die jüdische Gemeinschaft richtete. Ihr Name war Hora Israelita, Jüdische Stunde. 1942 übernahm Siegfried Gotthilf die Sendung. Da Francisco Gotthilf besser Portugiesisch sprach als sein Vater, unterstützte er diesen dabei von Beginn an. Vor dem Hintergrund der nationalistischen und fremdenfeindlichen Gesetze und Bestimmungen des Vargas-Regimes, die nach dem Eintritt Brasiliens in den Zweiten Weltkrieg im August 1942 auf Seiten der Alliierten noch verschärft wurden, änderte Siegfried Gotthilf vorsichtshalber den Namen und nannte die Sendung Mosaico, was sowohl ,mosaisch‘ als auch ,Mosaik‘ bedeutet. Beides war für die Sendung passend.

Die Tatsache, dass er Jiddisch beherrschte, half ihm, die damals in São Paulo vorhandenen gegenseitigen Ressentiments von Jüdinnen und Juden osteuropäischer und westeuropäischer Herkunft zu überwinden und Mosaico in der großen ostjüdischen Gemeinschaft von São Paulo zu verankern. In vielen jüdischen Familien wurde das Hören der Sendung ein festes tägliches Ritual. Sie enthielt Interviews, Musik, Informationen für Immigrant:innen und Mitteilungen von und für die jüdische Gemeinschaft in São Paulo und darüber hinaus, von Geburten über Bar und Bat Mizwa-Feiern und Hochzeiten bis zu Todesfällen. Ferner versorgte sie die Zuhörerschaft täglich mit den neuesten Nachrichten über das Geschehen in Europa und in der Welt, die in jenen Jahren für die jüdische Gemeinschaft von essentieller Bedeutung waren. Darüber hinaus waren auch vom American Jewish Joint Distribution Committee (Joint) gesandte Anfragen zu Jüdinnen und Juden, über deren Verbleib sich Familie und Freund:innen sorgten, Teil des Programms in jener Zeit. Die in der Sendung gespielten jiddischen Lieder riefen die Aufmerksamkeit der Zensur hervor, da die Sprache für das in der Öffentlichkeit verbotene Deutsch gehalten wurde. Obwohl Siegfried Gotthilf das Missverständnis aufklären konnte, ließ er nur noch Instrumentalmusik spielen. Die Sendung, die von verschiedenen Rundfunkanstalten ausgestrahlt wurde, erfuhr eine kontinuierliche Erweiterung: Gesundheitsfragen, kulinarische Empfehlungen, Sport sowie Beiträge von Rabbinern gehörten bald zum Repertoire des Programms. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Francisco Gotthilf 1952 die Sendung.

Mosaico na TV – das Fenster in die jüdische Welt bis heute


Francisco Gotthilf brachte die Sendung in das in Brasilien damals junge Medium Fernsehen. Am 16. Juli 1961 wurde Mosaico na TV erstmals über den Sender TV Excelsior ausgestrahlt. Als ein Panorama der jüdischen Gemeinschaft im brasilianischen Leben beworben, war es Gotthilf ein Anliegen, Jüdinnen und Juden als Teil der brasilianischen Gesellschaft zu zeigen. In diesem Sinne wurde aus dem täglichen ,Sprachrohr‘ das wöchentliche ,Fenster‘, das auch in die nichtjüdische Gesellschaft hineinwirkte. Im Unterschied zum Radioprogramm, das noch bis 1980 lief, gab es im Mosaico na TV keine Bekanntmachungen von Familienfesten von Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft. Man legte Wert darauf, die Themen der jüdischen Gemeinschaft mit der nichtjüdischen, brasilianischen Gesellschaft in Beziehung zu setzen. Durch Filmbeiträge, Interviews und künstlerische Darbietungen wollte man das Publikum unterhalten und zugleich einen instruktiven und stets aktuellen Einblick in jüdische Lebenswelten geben.

Ähnlich wie im Fall der Radiosendung war Gotthilf auch bei Mosaico na TV bald mit der Zensur der ab 1964 herrschenden Militärdiktatur (1964–1985) konfrontiert und musste das Skript mit allen Wort- und Bildbeiträgen stets den Behörden zur Genehmigung vorlegen. Gerade weil er die Folgen des diktatorischen NS-Regimes und dessen Rassenideologie selbst erlebt hatte, waren ihm die Aufklärung über den Nationalsozialismus und das Gedenken an die Schoa besonders wichtige Themen in der Sendung.

Abb. 3: Francisco Gotthilf bei einer Aufnahme von Mosaico na TV, 1961; Roney Cytrynowicz/Monica Musatti Cytrynowicz, Senhor Mosaico. Francisco Gotthilf e o programa Mosaico na TV, São Paulo 2008.

Darüber hinaus legte er Wert auf Pluralismus und Meinungsvielfalt. Gotthilf stand für ein liberales, aufgeschlossenes Judentum ein. Daher war es für ihn ebenso selbstverständlich, Vertretern aller jüdischen Strömungen Raum zu geben wie mit Repräsentanten anderer Religionen ins Gespräch zu kommen, darunter Papst Johannes Paul II. (1920–2005) oder der 14. Dalai Lama (*1935). Mosaico na TV brachte unterschiedliche Kulturen, Gemeinschaften und Religionen zusammen. Prominente aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur des Landes waren zu Gast in der Sendung, wie zum Beispiel die Präsidenten Lula da Silva (*1945) und Fernando Henrique Cardoso (*1931), der Fußballer Pelé (1940–2022) sowie der Musiker und ehemalige Kulturminister Gilberto Gil (*1942). Internationale Persönlichkeiten wie der damalige US-Präsident Bill Clinton (*1946) oder der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan (1938–2018) nahmen sich Zeit für ein Interview. Mosaico na TV entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des brasilianischen TV-Programms, das zunehmend ein nichtjüdisches Publikum ansprach.

Seit der Gründung des Staates Israel war die Berichterstattung über den jüdischen Staat für Gotthilf ein weiterer zentraler Programmpunkt von Mosaico, erst im Radio, später im Fernsehen. Sehr bald hatte Mosaico einen Korrespondenten vor Ort und war deshalb immer nah am Geschehen. Häufig war Gotthilf der einzige Journalist, dem israelische Staatsoberhäupter und Politiker bei ihren Brasilienreisen ein Interview gewährten. Die Beiträge aus und über Israel waren von Bedeutung – und sind es heute mehr denn je –, nicht nur, um das Publikum an der Geschichte, der Kultur und den Ereignissen in Israel teilhaben zu lassen, sondern vielmehr, um angesichts des Nahostkonflikts und eines wachsenden Antizionismus Hintergrundinformationen zu liefern und weniger beachtete Aspekte zu beleuchten.

Abb. 4: Francisco Gotthilf im Gespräch mit dem ersten Ministerpräsidenten Israels, David Ben-Gurion (1886–1973), 1969; Roney Cytrynowicz/Monica Musatti Cytrynowicz, Senhor Mosaico. Francisco Gotthilf e o programa Mosaico na TV, São Paulo 2008.

,Senhor Mosaico‘ und sein Erbe


In seiner Eigenschaft als Produzent, Chefredakteur und Moderator von Mosaico na TV wurde Gotthilf zum ,Senhor Mosaico‘, Herr Mosaico, und erlangte über die Landesgrenze hinaus Bekanntheit. Als Mittler zwischen verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen und für seine Verdienste in der Geschichte des brasilianischen Radios und Fernsehens wurde er vielfach ausgezeichnet, darunter mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt São Paulo und der Mitgliedschaft in der Akademie des Journalismus des Bundesstaates São Paulo. Eine Fußgängerbrücke in São Paulo wurde nach ihm benannt. Am 27. Mai 2012 starb Gotthilf in São Paulo.

„Von meinem Vater habe ich außer der Liebe zu Brasilien die Notwendigkeit gelernt, den Nichtjuden zu erzählen, wer wir sind“, beschreibt Ronaldo Gotthilf das Vermächtnis seines Vaters Francisco Gotthilf.  „O antissemitismo saiu do armário“, Mosaico na TV, São Paulo, 12.03.2024 in: https://www.youtube.com/watch?v=BVEVkA6rUtI&list=UULFXVUQ6V8VQ4iPyfG_KtBhUw&index=56 Heute ist er für Mosaico na TV verantwortlich, das auf verschiedenen Fernsehkanälen ausgestrahlt wird. Es ist die älteste, noch existierende TV-Sendung des brasilianischen Fernsehens, die seit ihrer Erstausstrahlung ohne Unterbrechung gesendet wird und dafür einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhalten hat. Ronaldo Gotthilf hat Mosaico na TV inzwischen auch im Internet und in den sozialen Netzwerken etabliert. So führt er das Lebenswerk seines Vaters in die Zukunft. Dabei fühlt er sich sowohl dem deutsch-jüdischen Erbe seiner Familie als auch der Botschaft verpflichtet, die Francisco Gotthilf sein Leben lang vertrat: dass jüdische Emigrant:innen ein Teil der brasilianischen Gesellschaft sind und Vorurteile in einem Land wie Brasilien keinen Platz haben sollten.

Auswahlbibliografie


Roney Cytrynowicz/Monica Musatti Cytrynowicz, Senhor Mosaico. Francisco Gotthilf e o programa Mosaico na TV, São Paulo 2008.
Klaus Hart, „Halbe Stunde gegen den Hass. Das wöchentliche Fernsehprogramm ,Mosaico‘ möchte über Antizionismus aufklären“, in: Jüdische Allgemeine, 07.03.2011: www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/eine-halbe-stunde-gegen-den-hass/
Senhor Mosaico. Meio século de história na TV. (Film). Regie: Alberto Baumstein und Renato Sacerdote. São Paulo: Narrativa Um/Videcom 2008: www.youtube.com/watch?v=T0qvXf49YLw

Weiterführende Inhalte


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Zur Autorin

Dr. Marlen Eckl ist Historikerin und Literaturwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das deutschsprachige Exil in Brasilien, die brasilianisch-jüdische Geschichte und Literatur des 20. Jahrhunderts sowie die Geschichte Brasiliens 1933–1945. Zu ihren Publikationen gehören u.a. Stefan Zweig und Jakob Wassermann – Eine Lebensbekanntschaft im Licht ihrer Korrespondenz (1908–1933) (mit Jeffrey B. Berlin), Würzburg 2023; Von der Exilforschung zur Exilerfahrung. Zum Jahrhundertleben eines transatlantischen Brückenbauers. Festschrift zu Ehren von Guy Stern (hg. mit Frederick A. Lubich), Würzburg 2022; ,Das Paradies ist überall verloren.‘ Das Brasilienbild von Flüchtlingen des Nationalsozialismus, Frankfurt a. M. 2010 sowie die deutschen Übersetzungen der brasilianischen Stefan-Zweig-Biografie von Albert Dines, Tod im Paradies. Die Tragödie des Stefan Zweig, Frankfurt a. M. 2006 und des Rolândia-Romans von Luis S. Krausz, Das Kreuz des Südens, Berlin 2019.

Zitationsempfehlung und Lizenzhinweis

Marlen Eckl, Francisco Gotthilf (1923–2012), in: Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora, 28.07.2026. <https://diaspora.juedische-geschichte-online.net/beitrag/gjd:article-62> [29.07.2026].

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